Bei der Wasseraufbereitung und Trinkwasseraufbereitung entstehen neben dem aufbereiteten Wasser auch Rückstände und Schlämme. Diese sogenannten Wasserwerksschlämme enthalten die aus dem Rohwasser entfernten Stoffe sowie gegebenenfalls Bestandteile eingesetzter Fällungs- und Flockungsmittel. Eine effiziente Behandlung und Entwässerung kann das Schlammvolumen und damit Transport- und Entsorgungskosten reduzieren.
Was sind Schlämme aus der Wasseraufbereitung?
Wasserwerksschlämme entstehen, wenn unerwünschte Inhaltsstoffe aus dem Rohwasser entfernt werden. Sie bestehen überwiegend aus Wasser und abgetrennten Feststoffen. Typische Bestandteile sind mineralische Partikel, organische Stoffe sowie Eisen- und Aluminiumverbindungen. Die genaue Zusammensetzung hängt von der Rohwasserqualität und dem eingesetzten Aufbereitungsverfahren ab.
Wie entstehen Wasserwerksschlämme?
Schlämme fallen insbesondere bei Fällung, Flockung, Sedimentation und Filtration an. Bei der Fällung und Flockung werden gelöste oder fein verteilte Stoffe in größere Flocken überführt. Diese werden anschließend durch Sedimentation oder Filtration aus dem Wasser entfernt.
Auch bei der Filterspülung entstehen schlammhaltige Rückstände. Die Menge des anfallenden Schlamms wird unter anderem durch Rohwasserbeschaffenheit, Aufbereitungsverfahren und Betriebsweise beeinflusst.
Welche Arten und Bestandteile gibt es?
Typische Rückstände der Trinkwasseraufbereitung sind:
- Flockungs- und Fällungsschlämme
- Sedimentationsschlämme
- Filterrückstände und Filterspülschlämme
- Rückstände aus speziellen Aufbereitungsverfahren
Wasserwerksschlämme enthalten häufig einen hohen Wasseranteil sowie mineralische und organische Bestandteile, Eisen- und Aluminiumverbindungen und gegebenenfalls Aufbereitungsmittel.
Wie werden Wasserwerksschlämme behandelt und entwässert?
Die Schlammbehandlung erfolgt häufig in mehreren Schritten:
Eindickung → Konditionierung → Schlammentwässerung → Verwertung oder Entsorgung
Bei der Eindickung wird zunächst Wasser vom Schlamm getrennt. Eine anschließende Konditionierung kann die mechanische Entwässerung verbessern.
Für die Entwässerung von Wasserwerksschlamm kommen beispielsweise Kammerfilterpressen, Bandfilterpressen oder Dekanterzentrifugen zum Einsatz. Das passende Verfahren hängt unter anderem von Schlammart, Durchsatz und gewünschtem Trockensubstanzgehalt ab.
Je stärker der Schlamm entwässert wird, desto geringer ist in der Regel das zu transportierende Volumen.
Wie werden Wasserwerksschlämme entsorgt oder verwertet?
Die Entsorgung von Wasserwerksschlämmen richtet sich nach deren Zusammensetzung und dem vorgesehenen Entsorgungsweg. Je nach Eigenschaften können Verwertung, Aufbereitung oder Beseitigung infrage kommen.
Eine Verwertung von Wasserwerksschlamm ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, beispielsweise wenn geeignete mineralische Bestandteile als Sekundärrohstoff genutzt werden können. Vorab müssen jedoch die stofflichen Eigenschaften und rechtlichen Voraussetzungen geprüft werden.
Müssen Wasserwerksschlämme analysiert werden?
Vor der Entsorgung oder Verwertung ist eine Analyse des Wasserwerksschlamms wichtig. Je nach Entsorgungsweg können unter anderem Trockensubstanz, Wassergehalt, pH-Wert, organische Bestandteile, Schwermetalle und weitere relevante Parameter untersucht werden.
In Deutschland können unter anderem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV), Deponieverordnung (DepV) und Nachweisverordnung (NachwV) relevant sein. Welche Vorgaben gelten, hängt vom konkreten Material und Entsorgungsweg ab.
Wie lassen sich Schlammmenge und Kosten reduzieren?
Die Kosten für Wasserwerksschlamm werden unter anderem durch Schlammmenge, Wassergehalt, Entwässerung, Transport und Entsorgung bestimmt. Optimierte Fällungs- und Flockungsmitteldosierung, eine geeignete Entwässerungstechnik sowie die Prüfung alternativer Verwertungswege können dazu beitragen, die Gesamtkosten zu reduzieren.
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